Wir bilden Green Belts dafür aus systematisch mit Methoden und Werkzeugen zu arbeiten, komplexe Prozesse zu verbessern, komplizierte Probleme zu lösen und die unternehmenseigene Kultur weiterzuentwickeln in Richtung Daten- und Faktenbasiertes Entscheiden. Die Green Belt Ausbildung ist eine gute Basis für Führungsrollen!

Wer ein Green Belt Projekt erfolgreich abwickelt, setzt dafür mehrere Methoden ein, die meistens zusammenhängen. Welche Methoden man nutzen sollte ist bei Projektstart typischer Weise noch unklar. Die ganze Situation ist etwas unklar, das Problem ist komplex.

Jedes Unternehmen hat derartige kniffelige Probleme, und genau für diesen Einsatz trainieren wir Green Belts. Green Belts lernen systematisch zu arbeiten und gezielt praktische Methoden aus dem bewährten Lean Six Sigma Methodenkoffer einzusetzen.

Es reicht natürlich nicht aus, Methoden und Ansätze zu kennen: Man muss lernen, mit Ihnen zu arbeiten, Sie anzuwenden. Genau das bildet die Grundlage für praktische Kompetenz. Anwendungserfahrung ist erforderlich, um später Ergebnisse zu erzielen. Darum müssen alle Green Belts parallel zum Training ein Green Belt Projekt durchführen. Sie werden losgeschickt, Methoden anzuwenden (Harte Skills) und mit Teams zu arbeiten, denen Sie nicht formell vorgesetzt sind (Soft Skills).

Unbedingt sollten diese Projekte parallel zum Training durchgeführt werden. Warum? Erstens hilft die unmittelbare Anwendung, möglichst wenig zu vergessen. Zweitens kann im Training erheblich substantieller diskutiert werden, wenn bereits Anwendungserfahrungen gemacht werden. Drittens geben unsere Trainer Anregungen, die direkt in den Projekte umgesetzt werden und zu weiteren Lernerfahrungen führen.

Was macht also ein gutes Green Belt Projektthema aus? Auf jeden Fall sollten zur Lösung des Problems viele verschiedene Methoden und Ansätze erforderlich sein. Darum folgende Kriterien:   

  1. Die Lösung sollte komplett unklar sein: Das klingt ungewohnt. Normaler Weise freuen wir uns über Lösungsideen. Aber wenn für ein Projekt die Lösungsidee schon im Raum steht, ist das Projekt nicht geeignet als Green Belt Thema. Es geht also um mehr als die Implementierung einer Lösung. Gewünscht ist ausnahmsweise das Lebensgefühl: “Wir haben keine Ahnung, wie wir dieses Problem lösen sollen.“
  2. Zunächst sind weitere Untersuchungen gefordert. Einige der analytischen Lean Six Sigma Tools sind hierfür erforderlich.

Während des Trainings begleiten wir unsere Teilnehmer und unterstützen dabei, Lösungen zu entwickeln und zu implementieren. Die Green Belts sollen in der Lage sein, ihre Projekte zeitlich zu überblicken und zu erleben, welche Methode zu welchen Ergebnissen führt. Möglicher Weise auch, welche Methoden in welcher Situation überhaupt nicht nützlich sind. Darum ist bei der Projektauswahl folgendes zu beachten:

  1. Das Projekt sollte innerhalb von 3 Monaten abzuschließen sein. Das bedeutet, Lösungsansätze müssen innerhalb von 3 Monaten umgesetzt werden. Die letzte Phase in Green Belt Projekten ist immer die Control Phase. Hier muss nachgewiesen werden, dass die erreichten Ergebnisse auch länger wirksam bleiben. Diese Phase kann durchaus länger dauern als 3 Monate.
    Ihre Projektidee benötigt definitiv erheblich länger als 3 Monate? Vielleicht kann man das Projekt anders scopen, so dass es schneller geht!

Green Belts befassen sich mit Prozessverbesserung. Auch hier gilt zu beachten, dass die Lösung innerhalb von 3 Monaten entwickelt und auf Wirksamkeit geprüft werden muss. Das Projekt kann unmöglich innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden, wenn unser Prozess nur sehr selten durchläuft, zum Beispiel ein Jahresabschluss oder zum Beispiel Produktion sehr selten benötigter Produkte.

  1. Der Prozess, um den sich das Projekt überwiegend dreht, sollte häufig ablaufen.

Bis hier ging es um einen möglichst guten Lerneffekt im Projekt. Noch wichtiger ist aus unserer Erfahrung, Projekte nach geschäftlichen Anforderungen auszuwählen. Angefangen mit der Green Belt Ausbildung wollen wir sowohl der Organisation als auch den Belts zeigen, wie effektiv man Lean Six Sigma einsetzen kann um Alltagsprobleme zu bewältigen. Es soll nicht nur mit einem glänzenden Toolkit an nicht-relevanten Problemen herumgespielt werden. Wir empfehlen daher:  

  1. Wählen Sie Projekt aus, die für die Organisation von entscheidender Bedeutung sind und die sich mit einem klar definierten wichtigen Geschäftsproblem befassen.
  2. Wählen Sie Projekte aus, die auch ohne das Green Belt Projekt aufgesetzt werden müssen.

So können wir vermeiden, dass die Arbeitskraft des Green Belts mitten im Projekt plötzlich doch für ein anderes Thema benötigt wird. Das passiert, wenn Prioritäten sich ändern und niemand mehr daran interessiert ist, unser Green Belt Projekt tatsächlich abzuschließen.

  1. Dem Projektsponsor muss der Projekterfolg wichtig sein und zwar in eigener Sache!

Wir haben beste Erfahrungen gemacht, wenn der Erfolg der Green Belt Projekte mit den Zielen der Sponsoren verknüpft waren.

Wenn man dies alles beachtet, kann nicht mehr viel schiefgehen mit den Green Belt Projekten. Nach wie vor befinden wir uns aber sozusagen im richtigen Leben: Prioritäten können sich immer ändern – und zwar aus gutem Grund. Und oft genug führen sogar Entdeckungen des Projektleiters dazu, dass das die Projektdefinition noch einmal überdacht werden muss. Unsere trainierten Ansätze für Change in Verbindung mit der Lean Six Sigma Toolbox werden Ihnen dabei helfen auch diese Herausforderung in den Griff zu bekommen und die Green Belt Projekt neu zu definiern.

Wir wünschen viel Glück mit Ihren Green Belt Projekten und vor allem viel Spaß! Sie würden gerne spezielle Herausforderungen oder Fragestellungen gerne diskutieren? Wir freuen uns von Ihnen zu hören!

Nehmen Sie doch teil an einem unserer Roundtables zu Operation Excellence!

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